Pflegemodell nach Nancy Roper

eder Bewohner unseres Hauses wird genau nach seinen individuellen Bedürfnissen gepflegt. Denn jeder Mensch hat seine eigenen Fähigkeiten und Schwächen. Die Einhaltung dieses guten Vorsatzes ist bei uns selbstverständlich und wird gewährleistet durch die Anwendung des Pflegemodells nach Nancy Roper.

Als Grundlage der Pflege in der Einrichtung haben wir uns für das Pflegemodell nach N. Roper et. al. entschieden. Ihr Pflegemodell basiert auf einem Modell des Lebens. Im Mittelpunkt steht der Mensch mit seinen Bedürfnissen, Problemen und Ressourcen.

Wichtige Prinzipien, die das Ropersche Pflegeverständnis kennzeichnen sind:

  • Individualität des Menschen Hilfe zur Selbsthilfe
  • Würde des Hilfsbedürftigen
  • Regulierung der Lebensbedingungen (Diätetik)

Das Modell beschreibt die Pflege anhand von 5 Elementen die gleichwertig nebeneinander gestellt sind.

1. Die Lebensaktivitäten

Die zwölf Lebensaktivitäten charakterisieren das menschliche Verhalten und stehen miteinander im Zusammenhang. Durch die Beobachtung seiner Lebensaktivitäten kann man einen Menschen am besten verstehen lernen. Einschränkungen in einem Aktivitätsbereich können Probleme in einem anderen bedingen. 

Das menschliche Verhalten wird durch folgende zwölf Aktivitäten charakterisiert:

  • Für eine sichere Umgebung sorgen
  • Kommunizieren
  • Atmen
  • Essen und Trinken
  • Ausscheiden
  • Den eigenen Körper pflegen und kleiden
  • Die Körpertemperatur regulieren
  • Sich bewegen
  • Arbeiten und Spielen
  • Sich als Mann, Frau fühlen und verhalten
  • Schlafen
  • Sterben

2. Die Lebensspanne

Die Lebensspanne gilt als die Linie von der Empfängnis bis zum Tod. Während dieses Zeitraumes verändert sich ein Mensch ständig – in jedem Abschnitt treten spezifische Bedürfnisse auf, die es zu berücksichtigen gilt.

3. Abhängigkeits- / Unabhängigkeitskontinuum

Dieser Bereich besagt, dass Aktivitäten immer zwischen Abhängigkeit und Unabhängigkeit ausgeführt werden. Erkrankt ein Mensch, so kann er sich in einer der zwölf Lebensaktivitäten völlig in Abhängigkeit befinden, während er andere Aktivitäten problemlos selbstständig erledigen kann.

4. Einflussfaktoren

Die Lebensaktivitäten eines Menschen werden von körperlichen, psychologischen, sozio-kulturellen, umgebungsabhängigen und politisch-ökonomischen Faktoren beeinflusst.

5. Individualität

Jeder Mensch kann seine Lebensaktivitäten bis zu einem gewissen Grad selbst gestalten – beispielsweise Bestimmung des Zeitpunkts zum Essen und Trinken.

Die fünf genannten Komponenten stehen permanent in Wechselbeziehung.

Pflegeziel:

Ziel unserer Pflegefachkräfte ist es, die Bewohner dahingehend zu unterstützen, dass sie möglichst alle Lebensaktivitäten ihren Wünschen und ihrem Alter entsprechend selbstständig durchführen können.